Die Budgetgemeindeversammlung vom 11.12.2025 war gut besucht
Wenn sich 57 Personen zu einer Bürgerversammlung einfinden, so zeugt dies von Interesse zur Bürgergemeinde. Präsident Remo Liechti zeigte sich mit diesem Aufmarsch an Bürgerinnen und Bürger sichtlich erfreut.
Gespannt ist man immer, wie die Zahlen für das kommende Jahr aussehen werden. Bürgerfondsverwalter Reto Bobst orientierte in gewohnt verständlicher Weise zum Budget 2026, welches einen Gewinn von Fr. 700’000.00 vorsieht, dies nicht zuletzt auch dank der guten Ertragslage aus dem Aebisholz-Areal (Kiesabbau und Inertstoffdeponie). Im kommenden Jahr sieht man sich zudem auch mit Investitionen konfrontiert. So muss die marode Wasserleitung auf den Roggen ersetzt werden, welche in der Umgebung zwischen dem Lätthöhleweg und Nünlistweg schon mehrmals ins Rutschen gekommen ist und zu Schäden führte. Eine neue Leitung und ein neuer Standort soll für künftige Stabilisation sorgen: der Investition von Fr. 420’000.00 wurde zugestimmt.
Ebenso Zustimmung zur Kostenbeteiligung gab es für die Erweiterung Wärmenetz Ringstrasse Ost. Bei den Erweiterungen des Netzes durch die BAC ist es so, dass sich die Bürgergemeinde an den Erstellungskosten beteiligt, jedoch nach Inbetriebnahme wiederum eine Entschädigung pro kWh Energie erhält.
Für einen bunten Strauss an Informationen war das Traktandum «Verschiedenes» zuständig. Infos gab es sowohl zu Kieswerk und Interstoffdeponie Aebisholz, Wärmeverbund, Haus Wilera in Bellwald, Unterstützung Beschneiungsanlage in Bellwald, Solarwände an A1 und auch Erweiterung der Heizzentrale (an Grabenackerstrasse). Auch kann die Umsetzung zum Waldfriedhof im Gebiet «Paradisli» nun vorangetrieben werden, nachdem an der Gemeindeversammlung vor wenigen Tagen dem neue Friedhofreglement zugestimmt wurde.

Grundsatzentscheidend wollte Bürgerpräsident Remo Liechti von den Anwesenden wissen, wie man zu einem Hauskauf bei GB 348 an der Grabenackerstrasse steht: die Versammlung bejahte für weitere Vertragsverhandlungen zum Kaufe.
Gerüchte gibt es auch schon seit längerer Zeit um die «Bergwirtschaft ALP». Da wurde schon oft gemunkelt, dass die Bürgergemeinde dieses Objekt an sich reisse. Remo Liechti konnte bestätigen, dass zwar schon Gespräche stattgefunden haben, jedoch erfülle die Bürgergemeinde zur Zeit die entsprechenden Anforderungen für eine Übernahme nicht. Man bleibt zwar in Kontakt mit den Besitzern, aber aus der Runde heraus war auch zuhören, dass nicht unbedingt «Heimatschutz» betrieben werden solle.
Das Dauerthema Sternenplatz hatte auch Platz in der Diskussionsrunde. Seit einigen Tagen sind die Pläne auf dem Sternenplatz vorzufinden. Eine Arbeitsgruppe Einwohnergemeinde/Bürgergemeinde hat ein entsprechendes Projekt ausarbeiten lassen. Dies mit einer Kostenfolge von rund 400’000 Franken, mit je zur Hälfte der beiden Gemeinden. Die Projektumsetzung wäre für 2027 vorgesehen, die Projektanträge sieht man an der Rechnungsgemeinde (EWG) im nächsten Juni, bei der Bürgergemeinde würde an der Budgetgemeinde im Dezember 2026 darüber abgestimmt. Hinter der etwas schwierigen, finanziellen Ausgangslage der Einwohnergemeinde besteht aber doch die Frage: kann man sich diese Teil-Ausgabe überhaupt leisten?
Der Sternenplatz ist ein Projekt, welches für alle Einwohner gedacht ist und benützbar wäre. Wie aus der aufkommenden Diskussion gut spürbar wurde, könnte man sich mit der Idee anfreunden, dass die Bürgergemeinde für die Ausführung besorgt ist und gleichzeitig die Gesamtkosten übernimmt – eine entsprechende Anfrage an die Einwohnergemeinde wird erfolgen – mal abwarten, wie sich die Einwohnergemeinde dazu stellt.
Text: Bruno Heiniger, Fotos: Pirmin Bobst