Der Bürgerrat stellt die Weichen für die neue Legislatur
Das Bürgerhaus Roggen war kürzlich Treffpunkt des Bürgerrates Oensingen. Bei einem Workshop setzte man sich mit den Aufgaben auseinander, welche die Bürgergemeinde mit sich bringt. Auch ging es darum, wie man die nächsten vier Jahre in Angriff nehmen will.
Mit der Inangriffnahme der neuen Legislaturperiode 2025-29 gab es auch einen Wechsel in der Besetzung des Bürgerrates: drei neue und jüngere Mitglieder sind neu mit dabei und sorgen für neue Impulse.
Zu Beginn einer neuen Legislatur ist es Tradition, dass man sich bei einem Workshop trifft. Dabei geht es einerseits um die persönliche Vorstellung und alle Beteiligten mussten sich bereits im Vorfeld Gedanken machen, wie: Was möchte und / oder kann ich in der Zukunft für die Bürgergemeinde leisten / welche Wunschfunktionen möchte ich ausüben / wie lange möchte ich meine Dienste der Bürgergemeinde zur Verfügung stellen / was erwarte ich von meinen Kolleginnen und Kollegen etc. Die Vorstellungsrunde entpuppte sich als sehr interessant und man spürte die Begeisterung aus den verschiedenen Voten heraus, was für den weiteren Verlauf der Bürgergemeinde zuversichtlich tönt und ein gutes Omen ist!
«Was wollen wir» (Visionen)
Ziel in Workshop 2 war es, einen «Strauss» von Ideen zu sammeln, was in Zukunft in der Bürgergemeinde verwirklicht werden könnte oder werden muss. Dies können sowohl kleinere wie auch grössere Projekte sein, ob realistisch oder eher visionär. In zwei Gruppen wurden Ideen gesammelt, die dann gegen rund 50 Vorschläge einbrachten. Aufgeteilt in Prioritäten 1 – 4, kam ein bunter Mix heraus, was und zeitlich wann. Alleine schon Anliegen / Wünsche mit Priorität 1 sind zweistellig aufgetaucht. Um nur einige zu nennen: Organsiation der Bürgergemeinde inskünftig, Kommissionen zu Einbürgerung, Bellwald und Liegenschaften, Festlegung Waldgrenze nach neuem Waldgesetz, Reglemente anpassen ohne Parteizugehörigkeit, Wanderwege absichern (gemäss Wanderkarte auf den Roggen), Bürgerwohnraum, Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde etc.
Auch wurde u.a. ein Alpaufzug zum Roggen hin erwähnt, ein Holzturm im Aebisholz (am südlichsten Punkt), eine Einbürgerungsaktion oder auch die Verwirklichung eines ganzjährigen Landwirtschaftsbetriebes auf dem Roggen.
Insbesondere die künftige Organisation der Bürgergemeinde ist ein wichtiger Punkt. Bürgerpräsident Remo Liechti dazu: «Die Geschäfte der Bürgergemeinde werden immer grösser, der Aufwand steigt ständig, dies kann der Bürgerrat bald nicht mehr alleine stemmen. Für die Zukunft muss die Nachfolge sauber geregelt und vielleicht sogar ein Teil der Arbeit ausgelagert werden.»
Alles in allem ein gelungener Workshop des Bürgerrates, mit dem Fazit: der Bürgerrat verfügt auch in neuer Besetzung über eine gute Mischung und wird die verschiedenen und aufgezeichneten Herausforderungen mit Elan annehmen!
Text und Foto: Bruno Heiniger